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Schüssler-Salze für die Seele

Die Anwendungsmöglichkeiten der so genannten Schüssler-Salze (Biochemie nach Dr. Schüssler) für den körperlichen, organischen bzw. physiologischen Bereich ist auch in Laienkreisen gut bekannt – und wurde in den letzten Jahren zunehmend beliebter. Kaum ein Monat, in dem nicht ein neues Buch über die «Lebenssalze» erscheint. Doch die Biochemie nach Dr. W. Schüssler ist auch eine grosse Helferin für unsere mentalen Systeme und seelischen Befindlichkeiten.

Therapeuten und Ärzte, die mit den biochemischen Mineralstoffsalzen behandeln, schätzen immer mehr die Einflussnahme der von Dr. Schüssler um 1870 herum entdeckten Zellsalze auf den mentalen, psychischen, emotionalen Bereich. Grund genug, die Schüsslersalze einmal aus dieser Optik vorzustellen.

Mineralsalze und die elektrische Ladung

Wissenschaftlich bestätigt ist, dass die biologische Wirksamkeit der Mineralsalze auf ihre elektrische Ladung zurückzuführen ist. So werden die in den Körperflüssigkeiten gelös-ten Teilmoleküle aus den Mineralen, Ionen genannt, als Elektrolyte bezeichnet. Die mit einer Plus-Ladung versehenen Ionen sind Kalium, Kalzium, Natrium, Magnesium. Eine Minus-Ladung besitzen Chloride, Sulfate, Phosphate. Das elektrische Gleichgewicht in den Körperflüssigkeiten wird dadurch gewährleis-tet, dass sich positiv und negativ geladene Ionen die Waage halten. Nur so kann elektrischer Strom fliessen. Überall, wo Leben ist, ist dieses Naturphänomen zu beobachten: Minerale geraten mit Hilfe von Wasser im Körper ins Fliessen und ermöglichen so ihre Stromerzeugnisse und leitenden Eigenschaften, da sie stets nach Ausgleich strömen, das heisst, den entgegengesetzten Pol suchen. Dadurch sind sie in ständiger Wanderung begriffen und können infolge dieses Strömens den Organismus nähren, strukturieren, aufbauen und reinigen.

Träger aller Lebensvorgänge

Man darf wohl sagen, dass die Mineralstoffe, so wie sie vom Organismus in ihre ionisierte Form gebracht werden (und in dieser elektrochemischen Struktur auch in den Schüsslersalzen vorkommen) die eigentlichen Träger und Schalter aller Lebensvorgänge und sämtlicher physiologischer Prozesse sind. Ohne sie gäbe es nichts Aufbauendes, Wiederholendes, Strömendes, Osmotisches, keinen Stoffwechsel, kein Weitergeben, keine Struktur, also auch keine Empfindung, kein Reflektieren und Denken, keine Selbsterkenntnis, also keine verkörpernde Seelenkraft.

Diese in der modernen biochemischen Wissenschaft zweifelsfreie Tatsache erlaubt es, die Schüsslersalze mit ihren feinen elektrischen Reizen, die sie mittels dem Basen- und Säurenteil von Mineralstoffen auf die Körperzellen zu vermitteln vermögen, hilfreich und zuverlässig im seelisch-geistigen Bereich einzusetzen und eine z.T. tiefgreifende Veränderung zu ermöglichen. Hier ein paar wesentliche Beispiele der einzelnen biochemischen Grundsalze nach Dr. Schüssler.

Besorgt ums eigene Image: Nr. 1 Calcium fluoratum

Einerseits löst der Mangel an einem oder mehreren Zellsalzen bestimmte psychische und mentale «Mängel» aus, andererseits, und das ist noch häufiger, führt eine Verhaltensweise oder charakterliche Eigenheit, eine Angst oder emotionale Eigenart zu einem Mangel des dafür zuständigen Mineralstoffes. Genauer gesagt: Die durch das Verhalten oder die Gefühle ausgelösten bioelektrischen Spannungen benötigen zum Ausgleich spezifische Mineralstoffe. Dadurch steigt der Verbrauch der mineralischen Substanz. So kann z.B. mangelnde Entschlusskraft, eingeschränkte Flexibilität, sowie auch die übertriebene Sorge um das Image und das «krankhafte» Eindruck-machen-wollen/müssen, den Verbrauch von Calcium fluoratum derart massiv steigen lassen, dass sich auch körperliche Anzeichen eines Mangels wie Drüsenverhärtung, Brüche und Gefässveränderungen zeigen.

Angst vor der Zukunft: Nr. 2 Calcium phosphoricum

Härte und Weichheit, Anspannung und Entspannung sind wie Pole in sämtlichen Körpersystemen. Fehlt ein Pol oder wird einer zu mächtig, fallen beide aus, bzw. fliesst keine Spannung. Da kann die Nr. 2 aus der Schüss-lerreihe – Calcium phosphoricum – eine wertvolle Hilfe sein. Vor allem bei Menschen mit Existenzängsten, bedrohlichen Vorstellungen über die Zukunft, auch bei übertriebener Zielverfolgung, bei «mit dem Kopf durch die Wand wollen». Schon manch einer, den die Aufrechterhaltung von falschen Dogmen an seiner persönlichen Entwicklung gehindert hat, erfuhr durch das phosphorsaure Calcium entscheidende Hilfe.

Kontrolle und Entscheidungskraft: Nr. 3 Ferrum phosphoricum

Die Phosphorverbindung mit Eisen (Ferrum) wirkt bei Menschen, die sich rasch an Themen oder Personen und Umständen «entzünden», die schnell mit Wut, Zorn, Ärger reagieren und nicht kontrollieren können, wo Emotionen überschiessen. Die Nr. 3 – Ferrum phosphoricum – kann aber noch mehr: Sie ist ein ausgezeichnetes Mittel bei latenter Unschlüssigkeit, bei der vermeintlichen Unmöglichkeit zu klarer Entscheidung, und sie bewährt sich bei ungeduldigem Verhalten bzw. fördert die Fähigkeit Mass zu halten.

Selbstverleugnung: Nr. 4 Kalium chloratum

Der erste Kalium-Vertreter, die Chloratverbindung Nr. 4, wird erfolgreich eingesetzt bei Menschen, die überall «lieb Kind» sein müssen und die ihre Lebensenergie aus dem Erfüllen von Erwartungen anderer ziehen. Damit geht oft die Verleugnung eigener Bedürfnisse einher und eine oft jahrzehntelange Unterdrückung der eigenen Emotionen. Kalium chloratum gibt hier den Reiz allmählicher Veränderungskraft. Es ist auch der potenzierte Mineralstoff bei Hypochondrie.

Überforderung und Missmut: Nr. 5 und Nr. 6

Der zweite Kalium-Vertreter – Kalium phosphoricum (Nr. 5) – ist auch im Psychischen das Kraftsalz par excellence. Ein überaus probates Mittel bei permanenter Überforderung, bei Menschen, die sich energiemässig ausgebeutet, einen weit über ihre Kraft gehenden Einsatz geleistet haben und sich oft selbst diktatorisch alles abverlangt haben. Kalium phosphoricum kann hier relativ rasch Veränderung leisten wie der Sulfur-Vertreter der Kaliumreihe (Nr. 6) bei verurteilender, negativer Einstellung, mangelnder Toleranz und missmutiger, überdrüssiger Stimmung.

Weniger Ängste, mehr Gelassenheit: Nr. 7 Magnesium phosphoricum

Dies ist das meist eingesetzte Salzion bei psychischen Indikationen: Angst vor Blamage, nicht loslassen können, Gelassenheit und Grosszügigkeit keinen Platz gewähren können sowie die Verspannung mancher Perfektionisten wird rasch und günstig durch den Mag-nesium-Phosphor-Reiz beeinflusst.

Ausgleich schaffen: Nr. 8 Natrium chloratum

Bei zurückhaltendem, sehr empfindsamem Verhalten hilft das potenzierte Kochsalz Natrium chloratum (Nr. 8) genauso zuverlässig und motivierend wie bei Menschen, die fast manisch anderen die Wünsche, die diese oft gar nicht haben, erfüllen wollen bzw. müssen. Der andere Natriumimpuls, das Natrium phosphoricum (Nr. 9) und der Dritte im Bunde – Natrium sulfuricum (Nr. 10) – haben ihre Aufgabe im Spannungsfeld von Grundsatztreue und Neues integrieren, von Festhalten an Prinzipien und die Zukunft gestalten wollen, von Aggression und Sanftmut. Es ist immer wieder erstaunlich, wie die Natriumsalze in der Schüsslerischen Form hier Ausgleich schaffen und schöpferische Impulse verleihen.

Zu grosser Harmoniewunsch: Nr. 11 Silicea

Verblüffend sind auch die Effekte von biochemisch verarbeiteter Kieselsäure (Nr. 11 Silicea D12) bei Menschen, die «um jeden Preis funktionieren müssen», bei übergrosser Harmoniebedürftigkeit und extremer Konfliktscheue. Da kann die Energie, die vorher für Ausweichen von Spannungen und Konfrontationen aufgewendet bzw. oft verschwendet wurde, gezielt für den Einsatz von Grenzen sehen, Strukturen aufbauen usf. verwendet werden.

Die innere Mitte finden: Nr. 12 Calcium sulfuricum

Schliesslich ist die Nr. 12 – Calcium sulfuricum – ein Universalmittel bei einer Verhaltensweise, bei der jemand immer «draussen», nie bei sich sein kann, bei der sich jemand in der Welt zu verlieren droht, keine innere Heimat finden kann, bei der stets ein Aussen gesucht wird (z.B. Vergnügungssucht, Zerstreuung, Gruppen etc.), um die innere Leere zu kompensieren.

 

So hat jedes Salz aus den 12 Grundmitteln der Biochemie seine spezifische Zuordnung auch in den Bereichen der Psyche, des Verhaltens, des Charakterlichen und Emotionalen sowie Sozialen. Natürlich konnten hier jeweils nur wenige Ausschnitte erwähnt werden. Wer sich noch näher informieren möchte oder eine persönliche Beratung wünscht, meldet sich bei einem Schüsslerschen Berater oder Heilpraktiker.

Quelle: Der vorliegende Artikel stammt aus "A. Vogel’s Gesundheits-Nachrichten", Ausgabe 6/2003, CH-Teufen AR, Telefon 071/335 66 66, Internet: www.g-n.ch

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