Die Redlichkeit des Dr. Schüssler...
...und der Mummenschanz 'moderner' Therapiemethoden.
Aus: Bio-Kurier Das Gesundheitsmagazin für die Biochemische
Familie (Heft 6 November 2001): Beitrag von Wolfram Herzog
Gut 1900 Jahre ist es her, da schrieb der
berühmte römische Philosoph L. A. Seneca einen wahrhaft
goldenen Satz über die Heilkunde: 'Eine richtige Behandlung
ist einfach.' Hat man sich daran gehalten? Nein! Aus der überschaubaren
Heilkunde ist eine hochkomplizierte Wissenschaft geworden,
deren Sprache dem Laien völlig unverständlich bleibt.
Der kranke Mensch ist total überfordert, wenn er versucht,
die bei ihm angewandte Therapie zu verstehen. Von Einfachheit
keine Spur.
Dr. Schüssler's klare Heilweise
Ganz anders ist es mit unserer biochemischen Heilweise. Ihr
Begründer Dr. Wilhelm Heinrich Schüssler forschte
sehr lange, sehr gründlich und arbeitete unermüdlich
in seinem Labor. Dann gab er die Mineralsalze seinen Patienten.
Erst als er so die Richtigkeit seines Tuns bestätigt
fand, schrieb er keinen dicken Wälzer, sondern im Jahre
1874 den knappen Artikel 'Eine abgekürzte Therapie',
in dem er in klarern, einfachen Worten die Biochemische Heilweise
erläuterte. Die Mediziner und auch die Homöopathen
zuckten verächtlich mit den Schultern. Das kränkte
Dr. Schüssler natürlich. Aber er blieb unbeirrt
und setzte seine Arzneien weiter erfolgreich ein. Vermutlich
kannte er den eingangs erwähnten Satz von Seneca. Er
hätte es für unredlich gehalten, seine einfache,
verständliche Methode mit Riesentheater aufzudonnern.
Wir sollten uns an dieser Redlichkeit erfreuen. Sie ist so
selten geworden!
Moderne, exotische Verfahren
Schauen Sie einmal auf die heutigen, alternativen Heilkundler.
Die altbewährten, volksheilkundlichen Methoden unserer
Vorfahren genügen schon längst nicht mehr. Es müssen
immer neue Verfahren her. Am besten ist es, wenn diese Verfahren
aus den entlegensten Gegenden der Welt stammen: Von den Indianern,
von den Chinesen, den Tibetern, den Indern und wohl auch von
den Inkas. Sie kennen zwar deren Sprache nicht, können
also auch keine ihrer Schriften lesen, behandeln aber bedeutungsschwer
damit die gutgläubigen Patienten. Mögen sie es tun,
wenn sie keinen Schaden anrichten. Die schlichte, klare Redlichkeit
von Dr. Schüssler ist mir hundertmal lieber.
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